Barratt-Impulsivitäts-Skala (BIS-11)
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Barratt-Skala für Impulsivität

Was ist Impulsivität?

Aus wissenschaftlicher Sicht ist Impulsivität eine der Hauptursachen für Probleme mit der Selbstkontrolle. Sie bezeichnet die Neigung einer Person, schnell und spontan emotional auf Reize zu reagieren, ohne die negativen Folgen einer solchen Reaktion abzuwägen. Häufig tritt eine erhöhte Impulsivität als Symptom verschiedener psychischer Störungen auf (ADHS, PTBS u. a.).

Barratt-Impulsivitäts-Skala

Der bekannteste Fragebogen zur Impulsivität wurde 1995 vom Psychologen Dr. Ernest S. Barratt und seinen Kollegen an der Medizinischen Fakultät der University of Texas in Galveston in seiner heutigen Form entwickelt. Die ursprüngliche Fassung der Barratt-Skala stammt bereits aus dem Jahr 1959 und wurde seither kontinuierlich überarbeitet und weiterentwickelt.

Die Skala ist das am weitesten verbreitete Instrument zur Erfassung impulsiver Verhaltenstendenzen und wird seit Jahrzehnten genutzt, um den Zusammenhang zwischen Impulsivität und anderen Symptomen psychischer Störungen besser zu verstehen.

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Anleitung

Denken Sie nicht zu lange über die einzelnen Aussagen nach – wählen Sie jeweils die Antwort, die Ihnen als Erstes in den Sinn kommt. Beachten Sie, dass dieser Test ausschließlich Informations- und Bildungszwecken dient; seine Ergebnisse können keine fachliche Beratung ersetzen und sollten nicht als Grundlage für Entscheidungen verwendet werden.

1. Ich plane Aufgaben sorgfältig.
2. Ich handle ohne nachzudenken.
3. Ich treffe schnell Entscheidungen.
4. Ich bin sorglos und unbesonnen.
5. Ich bin unaufmerksam.
6. Meine Gedanken „schwirren“ durcheinander.
7. Ich plane Reisen im Voraus.
8. Ich habe mich unter Kontrolle.
9. Ich kann mich leicht konzentrieren.
10. Ich spare regelmäßig.

Was unterscheidet „gesunde“ von problematischer Impulsivität?

Ein gewisses Maß an Impulsivität hilft, entschlossen zu sein und schnell zu reagieren. Problematisch wird sie, wenn sie das Erreichen von Zielen behindert, Beziehungen schadet oder die Gesundheit gefährdet (z. B. durch riskantes Fahren oder Spontankäufe).

Ist Impulsivität mit Kreativität verbunden?

Ja, Studien zeigen einen moderaten Zusammenhang. Impulsive Menschen besitzen oft ein „schnelles“ Denken und Risikobereitschaft, was in kreativen Berufen und Startups nützlich ist. Ohne die Kontrolle durch die Subskala „Kognitive Komplexität“ bleiben diese Ideen jedoch oft unrealisiert.

Wie beeinflusst Impulsivität die Beziehungen zu Nahestehenden?

Hohe Impulsivität führt oft zu Wutausbrüchen oder unbedachten Worten, die man später bereut. Das Verständnis des eigenen BIS-11-Wertes hilft zu erkennen, dass heftige Reaktionen eine Besonderheit des Nervensystems sind, die man durch Übungen zur „Pause“ zwischen Reiz und Reaktion kontrollieren kann.

Warum fällt es impulsiven Menschen so schwer, Dinge zu Ende zu bringen?

Dies hängt mit der „kognitiven Impulsivität“ zusammen. Man begeistert sich schnell für eine neue Idee, aber sobald die Neuheit verfliegt, schüttet das Gehirn kein Dopamin mehr aus. Der Barratt-Test verdeutlicht dieses Aufmerksamkeitsdefizit bei langfristigen Projekten.

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