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Barratt-Skala für Impulsivität

Was ist Impulsivität?

Nach Meinung von Wissenschaftlern ist Impulsivität eine der Hauptursachen für Probleme mit der Selbstkontrolle. Es handelt sich um die Neigung einer Person, schnelle, spontane emotionale Reaktionen auf verschiedene Reize zu zeigen, ohne die negativen Folgen solcher Reaktionen zu berücksichtigen. Oft ist Impulsivität ein Symptom verschiedener psychologischer Störungen (ADS, PTBS, und andere).

Heutzutage charakterisieren Wissenschaftler das Konzept der Einsamkeit als ein Gefühl der Abkopplung von der Außenwelt und das Fehlen bedeutungsvoller emotionaler Beziehungen zu anderen Menschen. Die Reaktion auf ein wachsendes Gefühl der Einsamkeit ist bei jedem Menschen unterschiedlich, manifestiert sich jedoch häufig in Form akuter emotionaler Reaktionen (einschließlich schmerzhafter Erfahrungen, Angst, Depression, Depersonalisation, Halluzinationen),Veränderungen des Bewusstseins und Selbstbewusstseins sowie persönlichen Eigenschaften einer Person.

Barratt-Impulsivitäts-Skala

Der beliebteste Fragebogen zur Impulsivität wurde vom Psychologen Dr. Barratt E.S. und seinen Kollegen von der Medizinischen Fakultät der Universität von Texas in Galveston im Jahr 1995 entwickelt. Die originale Version der Barratt-Skala wurde bereits 1959 erstellt und seither ständig ergänzt und angepasst.

Diese Skala ist das am weitesten verbreitete Instrument zur Beurteilung emotionaler Reaktionen und wird seit 50 Jahren zur besseren Verständnis der Verbindung von Impulsivität mit anderen Ausdrucksformen von Störungen genutzt.

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ANLEITUNG

Denken Sie nicht zu lange über die Fragen nach, wählen Sie die Option, die Ihnen als Erstes in den Sinn kommt. Beachten Sie, dass dieser Test ausschließlich zu Informations-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken gedacht ist; seine Ergebnisse können keine echte Hilfe durch Fachleute ersetzen und sollten nicht zur Entscheidungsfindung verwendet werden.

1. Ich plane Aufgaben sorgfältig.
2. Ich handle ohne nachzudenken.
3. Ich treffe schnell Entscheidungen.
4. Ich bin sorglos und unbesonnen.
5. Ich bin unaufmerksam.
6. Meine Gedanken „schwirren“ durcheinander.
7. Ich plane Reisen im Voraus.
8. Ich habe mich unter Kontrolle.
9. Ich kann mich leicht konzentrieren.
10. Ich spare regelmäßig.

Was unterscheidet „gesunde“ von problematischer Impulsivität?

Ein gewisses Maß an Impulsivität hilft, entschlossen zu sein und schnell zu reagieren. Problematisch wird sie, wenn sie das Erreichen von Zielen behindert, Beziehungen schadet oder die Gesundheit gefährdet (z. B. durch riskantes Fahren oder Spontankäufe).

Ist Impulsivität mit Kreativität verbunden?

Ja, Studien zeigen einen moderaten Zusammenhang. Impulsive Menschen besitzen oft ein „schnelles“ Denken und Risikobereitschaft, was in kreativen Berufen und Startups nützlich ist. Ohne die Kontrolle durch die „Planungsskala“ bleiben diese Ideen jedoch oft unrealisiert.

Wie beeinflusst Impulsivität die Beziehungen zu Nahestehenden?

Hohe Impulsivität führt oft zu Wutausbrüchen oder unbedachten Worten, die man später bereut. Das Verständnis des eigenen BIS-11-Wertes hilft zu erkennen, dass heftige Reaktionen eine Besonderheit des Nervensystems sind, die man durch Übungen zur „Pause“ zwischen Reiz und Reaktion kontrollieren kann.

Warum fällt es impulsiven Menschen so schwer, Dinge zu Ende zu bringen?

Dies hängt mit der „kognitiven Impulsivität“ zusammen. Man begeistert sich schnell für eine neue Idee, aber sobald die Neuheit verfliegt, schüttet das Gehirn kein Dopamin mehr aus. Der Barratt-Test verdeutlicht dieses Aufmerksamkeitsdefizit bei langfristigen Projekten.

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