BIS/BAS-Skalen von Carver und White – Test
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BIS/BAS-Skalen von Carver und White

Was sind die BAS- und BIS-Skalen?

Laut dieser Theorie gibt es zwei konzeptionell unterschiedliche Modelle der Verhaltensmotivation:

BIS (Verhaltenshemmungssystem) – Das Verhalten ist darauf ausgerichtet, Bestrafung und unangenehme Erfahrungen zu vermeiden. Hohe Werte auf der BIS-Skala bedeuten erhöhte Sensibilität, Angst vor neuen Erfahrungen sowie eine Neigung zu Depression, Angstzuständen und Traurigkeit.

BAS (Verhaltensaktivierungssystem) – Das Verhalten ist auf Belohnung und positive Rückmeldungen ausgerichtet. Menschen mit hohen BAS-Werten sind körperlich und sozial aktiver und offen für neue Erfahrungen. Niedrige BAS-Werte werden mit Introversion und Depression in Verbindung gebracht.

Gleichzeitig korrelieren hohe Werte auf der BAS-Skala stark mit gesundheitlich riskantem Verhalten, einschließlich sexueller Aktivität, sowie mit süchtigem Verhalten wie Alkohol- und Drogenkonsum.

Online-Version der BIS/BAS-Skalen von Carver und White

Zur Messung der Sensibilität gegenüber Bestrafung und Belohnung entwickelten Carver und White den BIS/BAS-Fragebogen, der aus 24 Items besteht.

Quellen

C. S. Carver, T. L. White. Verhaltenshemmung, Verhaltensaktivierung und affektive Reaktionen auf bevorstehende Belohnung und Bestrafung: Die BIS/BAS-Skalen

Anleitung

Jedes Item dieses Fragebogens ist eine Aussage, der man zustimmen oder die man ablehnen kann.

Geben Sie für jede Aussage an, inwieweit Sie ihr zustimmen oder sie ablehnen.

Bitte antworten Sie so genau und ehrlich wie möglich und behandeln Sie jede Aussage einzeln und unabhängig von den anderen — Sie müssen nicht versuchen, in Ihren Antworten konsistent zu sein.

Haftungsausschluss

Bitte beachten Sie, dass dieser Test ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken bereitgestellt wird und nicht als Grundlage für Entscheidungen verwendet werden sollte. Seine Ergebnisse können keine psychologische Beratung durch eine Fachperson ersetzen.

1. Die Familie ist für einen Menschen das Wichtigste im Leben.
2. Ich empfinde selten Angst oder Nervosität, selbst wenn mir etwas Schlimmes bevorsteht.
3. Ich gebe mein Bestes, um das zu bekommen, was ich will.
4. Wenn ich etwas gut beherrsche, bleibe ich gerne an dieser Sache dran.
5. Ich bin immer bereit, etwas Neues auszuprobieren, wenn ich denke, dass es Spaß macht.
6. Mir ist wichtig, wie ich gekleidet bin.
7. Wenn ich bekomme, was ich will, fühle ich mich aufgeregt und voller Energie.
8. Kritik oder Tadel verletzen mich sehr.
9. Wenn ich etwas will, tue ich normalerweise alles, um es zu bekommen.
10. Ich tue oft etwas nur deshalb, weil es mich unterhalten könnte.

Kann ein System das andere vollständig dominieren?

Ja. Menschen mit hohem BIS sind eher vorsichtig und ängstlich; sie nehmen Risiken stark wahr. Menschen mit hohem BAS sind optimistisch und zielorientiert, ignorieren dabei aber oft Gefahren. Ideal ist ein Gleichgewicht, doch meist überwiegt eine biologische Tendenz.

Wie beeinflusst die BAS-Skala das Erreichen von Zielen?

Die Unterskala BAS-Antrieb (Drive) ist ein Prädiktor für Erfolg und Ausdauer. BAS-Reaktion auf Belohnung (Reward Responsiveness) zeigt, wie intensiv man sich über Erfolge freut, während BAS-Lustsuche (Fun Seeking) die Neigung zu spontanen Handlungen für neue Erfahrungen misst.

Sind BIS/BAS-Werte mit der psychischen Gesundheit verbunden?

Ja. Eine übermäßige BIS-Aktivität wird oft mit Angststörungen in Verbindung gebracht. Abnormal hohe BAS-Werte können auf eine Neigung zu Impulsivität, Suchtverhalten oder Hypomanie hindeuten. Der Test macht diese biologischen Veranlagungen sichtbar.

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