
Was kann man über eine Person sagen, wenn man ihre Lieblingsfarben kennt? Max Lüscher war der Meinung, dass dies eine Menge verrät. Seine Methode basiert auf der Annahme, dass die unbewusste Wahl einer Farbe durch eine Person ihre Stimmung und Neigung zu Depressionen widerspiegelt, ihre Ausrichtung auf bestimmte Aktivitäten zeigt und auf die stabilsten Persönlichkeitsmerkmale hinweisen kann.
Der Lüscher-Test nimmt einen bedeutenden Platz in der Geschichte der Entwicklung projektiver Psychodiagnostik ein. Obwohl es keine wissenschaftlichen Beweise für Lüschers Theorie gibt, wurde dieses Instrument aktiv genutzt, um Persönlichkeitsmerkmale einer Person sowie einige Nuancen ihres aktuellen psychologischen Zustands zu bewerten.
Die von Max Lüscher vorgeschlagene Methode war damals experimentell und zog Parallelen zwischen den Farbpräferenzen einer Person und ihren individuellen Eigenschaften. Die erste Version des Tests wurde 1948 veröffentlicht und ist auch als „Achtfarbentest von Lüscher“ bekannt. Dieser Test versucht Folgendes zu bestimmen:
Die Wahl einer Farbe ist universell für Menschen unterschiedlichen Alters, Ranges und sozialer Schichten, was nach Max Lüschers Meinung diesen Test absolut inklusiv macht. Das Durchführen des Tests wird weder von kulturellen Besonderheiten noch vom Vorhandensein oder Fehlen spezieller Kenntnisse beeinflusst. Es handelt sich schließlich nur um eine Farbauswahl nach dem Prinzip „gefällt mir – gefällt mir nicht“.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Lüscher-Test bis heute keine wissenschaftlichen Beweise für seine Validität hat. Der hier präsentierte Test dient ausschließlich Bildungszwecken, und die Ergebnisse dürfen keinesfalls als professioneller Rat interpretiert werden. Ihr Ergebnis kann gespeichert und für statistische Analysen verwendet werden, wobei Anonymität gewahrt bleibt.
Farbwahrnehmung ist objektiv und physiologisch verankert. Die Farbwahl ist eine unbewusste Reaktion. Mit der Wahl einer Farbe signalisieren Sie Ihr Bedürfnis nach dem Zustand, den diese Farbe verkörpert (z. B. Energie, Ruhe oder Schutz).
Die erste Wahl spiegelt oft den Wunschzustand oder eine „Fassade“ wider. Die zweite Wahl ist spontaner und ehrlicher. Der Vergleich beider Reihen hilft, verborgene Konflikte zwischen Wünschen und dem tatsächlichen Befinden aufzudecken.
Das ist sehr schwierig, da der Lüscher-Test funktionale Verbindungen zwischen den Farben bewertet. Selbst bei „schönen“ Farben können deren Reihenfolge und Kombinationen verborgene Ängste offenbaren, die sich logisch nicht verbergen lassen.
Nicht unbedingt. Kleidungsvorlieben sind oft von Mode oder dem sozialen Image geprägt. Im Test reagieren Sie auf Farbe als reinen physiologischen Reiz, was einen tieferen Einblick in Ihren inneren Zustand ermöglicht.