4/5
12 Bewertungen
Toronto-Alexithymie-Skala (TAS)

Toronto-Alexithymie-Skala online

Haben Sie schon einmal den Rat bekommen, in einer schwierigen Situation auf Ihr Herz zu hören? Aber was tun, wenn das Herz schweigt oder unverständliche Signale sendet? Ein Mensch muss seine Gefühle und Emotionen verstehen, sie wahrnehmen und unterscheiden können, um ein ganzheitliches Bild von sich selbst zu haben. Es gibt jedoch Menschen, für die es ein großes Problem ist, ihre Emotionen zu bestimmen, ihre Gefühle und inneren Erlebnisse auszudrücken.

Der Begriff „Alexithymie“ wurde 1973 vom Psychiater Peter E. Sifneos vorgeschlagen und bedeutet aus dem Griechischen übersetzt „keine Worte für Gefühle“. Diese Eigenschaft ist keine psychische Störung, sondern eher ein Persönlichkeitsmerkmal. Sie kann jedoch Schwierigkeiten bei der sozialen Anpassung für die betroffene Person verursachen; Alexithymie beeinflusst das gesamte Leben eines Menschen. Dieses Zustandsbild äußert sich in einer verminderten Fähigkeit oder Unfähigkeit, emotionale Erlebnisse und körperliche Empfindungen zu erkennen, zu unterscheiden und auszudrücken.

Was verursacht Alexithymie?

Die Ursachen für Alexithymie können vielfältig sein. Angeborene Alexithymie kann durch physische Mängel entstehen oder vererbt werden. Erworbene Alexithymie kann die Folge von nervlichen Erschütterungen und Stress, neurologischen Erkrankungen oder psychologischen Traumata sein.

Alexithymische Merkmale zeigen sich bei etwa 7 Prozent der Weltbevölkerung, wobei sie bei Männern viermal häufiger auftreten als bei Frauen. Natürlich spielt auch das Stereotyp eine große Rolle, dass ein echter Mann seine Emotionen nicht offen zeigen sollte...

Test auf Alexithymie

Um den Schweregrad der Alexithymie zu bestimmen, wurden verschiedene Fragebögen verwendet, aber die Ergebnisse waren zu widersprüchlich. 1985 schlug George Taylor die 26-Punkte-Toronto-Alexithymie-Skala (TAS) vor. Die Stabilität und Validität der Ergebnisse, bestätigt durch zahlreiche Studien, erlaubt es, sie bis heute zu verwenden. Bitte beachten Sie, dass dieser Test ausschließlich zu Informations-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken gedacht ist; die Ergebnisse können keine echte Hilfe ersetzen und sollten weder zur Entscheidungsfindung noch als Ratschlag eines Fachmanns verwendet werden.

Quellen:

1. Wenn ich weine, weiß ich immer, warum.
2. Träumen ist reine Zeitverschwendung.
3. Ich wünschte, ich wäre weniger schüchtern.
4. Ich habe oft Schwierigkeiten herauszufinden, welche Gefühle ich empfinde.
5. Ich träume oft von der Zukunft.
6. Mir scheint, ich kann genauso leicht Freunde finden wie andere.
7. Zu wissen, wie man Probleme löst, ist wichtiger, als die Gründe für diese Probleme zu verstehen.
8. Mir fällt es schwer, die passenden Worte für meine Gefühle zu finden.
9. Ich mag es, wenn die Leute meine Meinung zu verschiedenen Themen kennen.
10. Ich habe manchmal körperliche Empfindungen, die selbst Ärzte nicht erklären können.

Ist Alexithymie ein Anzeichen für Autismus?

Nicht unbedingt. Obwohl Alexithymie häufig bei Autismus-Spektrum-Störungen vorkommt, kann sie auch ein eigenständiges Persönlichkeitsmerkmal oder die Folge eines Traumas sein. Es sind verschiedene Zustände, die sich überschneiden können.

Kann man Alexithymie „heilen“?

Da es keine Krankheit ist, geht es um die Entwicklung emotionaler Intelligenz. Psychotherapie, das Führen eines Gefühlstagebuchs und Achtsamkeitspraktiken helfen dabei, Körpersignale wahrzunehmen und Emotionen zu benennen.

Hängt Alexithymie mit der körperlichen Gesundheit zusammen?

Ja, es gibt eine direkte Verbindung zur Psychosomatik. Wenn Emotionen nicht erkannt und verbal ausgedrückt werden, können sie sich körperlich durch Muskelverspannungen, Herzschmerzen oder Magen-Darm-Probleme äußern.

Das könnte Ihnen auch gefallen: